Glossar

Alle wichtigen Erklärungen zu Begriffen aus der Schrittmotor Antriebstechnik finden Sie gesammelt in unserem Glossar. Bitte nutzen Sie unsere neue Suche, um schneller ans Ziel zu kommen.
A (25 Einträge)
Teil einer Steuer- oder Überwachungseinrichtung mit einem geschlossenen Wirkungsweg. Rückführsignale werden darin solange mit einer Führungsgröße verglichen bis ein bestimmter Wert erreicht ist.
Grafische Programmiersprache nach IEC 1131-3 bzw. DIN EN 61131-3 zur Strukturierung von SPS-Anwederprogrammen für Ablaufsteuerungen.
Bei Ablaufsteuerungen ist der Steuerungsvorgang in einzelne Schritte gegliedert, die entsprechend einem in der Steuereinrichtung hinterlegten Plan/Programm nacheinander abgearbeitet werden.
Adaptive Control constraint- Grenzwertreglung bei AC. Bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen z.B. können durch ACC Vorschubgeschwindigkeit und Spindeldrehzahl unabhängig vom vorgegebenen Bearbeitungsprogramm selbsttätig so verändert werden, dass der Bearbeitungsvorgang mit maximal möglicher Schnittkraft oder Schnittleistung erfolgt.
Konto: gemeint ist die Zugriffsberechtigung zu Service-Providern, Online-Diensten oder Mailboxen. Zu einem Account gehören in der Regel Benutzername und Passwort, über das man sich als regelmäßiger Benutzer des Account ausweist.
Adaptronik ist eine interdisziplinäre Technologie bei der Werkstoffe sowohl als Aktor als auch als Sensor verwendet werden. Die Materialien wandeln elektrische, thermische und magnetische Energie in mechanische Energie um und können ebenso den umgekehrten Prozess vollziehen. So reagieren die aktiven Werkstoffe auf Verformungen, Schwingungen und Lärm.
Zeichenfolge zur Kennzeichnung eines Speicherplatzes oder eines Speicherbereichs, wo Daten hinterlegt und wiedergeholt werden können oder, wie z.B. bei numerischen Steuerungen, ein Symbol zur Kennzeichnung einer Funktionseinheit für die die dem Symbol folgenden Geometrie- oder Technologiedaten.
Beglaubigung, Legitimierung, Zulassung. Im Zusammenhang mit technisch-organisatorischen belangen eine Maßnahme, durch die eine autorisierte Stelle die Kompetenz eines Prüf- oder Kalibrierlaboratoriums oder einer Zertifizierungsstelle formell anerkennt, dass diese Stelle in der Lage ist, definierte Aufgaben anforderungsgerecht auszuführen. Grundlage der Akkreditierung ist die Normenreihe EN 45000.
In der Elektrotechnik sind dies Leiter und leitfähige Teile von Betriebsmitteln, die unter normalen Betriebsbedingungen gegen Erde unter Spannung stehen.
Aktoren, oft auch Aktuatoren genannt, bezeichnen in der Steuer- und Regelungstechnik das wandlerbezogene Gegenstück zu Sensoren und bilden das Stellglied in einem Regelkreis.
Funktionseinheit, die ein analoges Signal in ein digitales Signal umsetzt.
Signal dessen Informationsparameter innerhalb technisch bedingter Grenzen beliebig viele Werte annehmen kann. Sie haben theoretisch ein unendlich hohes Auflösungsvermögen. Praktisch ist es jedoch auf einen Bereich von 1 zu 104 beschränkt. Darüber hinaus bereiten die Langzeitspeicherung sowie die Verrechnung vieler Größen Probleme. In der modernen Automatisierungstechnik werden daher überwiegend digitale Signale verwendet.
Software, die nicht im Betrieb eines Rechners selbst dient, sondern der Nutzung eines Computers zur Bearbeitung eines konkreten Anwenderprogramms. Sie setzt auf die Systemsoftware auf bzw. benutzt diese zur Erfüllung eigener Aufgaben.
Application Programming Interface; Schnittstelle, über die Applikationen mit anderen Applikationen oder mit dem Betriebssystem kommunizieren können.
Technisch gesehen: Vorrichtung, Gerät, Maschine, Werkzeug, Mechanismus. Speziell im Sinne des EMVG ist ein Apparat ein Endprodukt mit einer eigenständigen Funktion, einem eigenen Gehäuse und gegebenenfalls Schnittstellen und Anschlüssen für die funktionelle und versorgungsgerechte Einbindung in sein Einsatzumfeld.
Application Snippet; Anwendungs-Schnipsel; kleines Stück Programmkode, das im Rahmen einer größeren Anwendung von einem Server auf den Rechner eines Internet-Nutzers geladen und dort ausgeführt wird.
Anwendungsschicht (Schicht 7 des OSI-Referenzmodells)
Echtzeitfähiger Feldbus für industrielle Hochgeschwindigkeitsanwendungen speziell zur Vernetzung intelligenter Einheiten.
American Standard Code for Information Interchange; amerikanischer Normkode für die Datenübertragung; weltweit angewandt, Ziffern, Buchstaben, Sonder- und Gerätesteuerzeichen werden als 7-Bit-Binärkombinationen dargestellt.
Aktuator-Sensor-Interface: Bussystem für die unterste Automatisierungsebene. Ermöglicht den einfachen Anschluss von Sensoren, Aktuatoren und integrierter Systemen an die erste Steuerungsebene.
Application Specific Intergrated Circuit; Anwendungsspezifischer Integrierter Schaltkreis
Mnemotechnische Sprache (Assemblersprache), in der die Maschinenbefehle eines Prozesses durch Mnemonics, d.h. durch einprägsame Kürzel aus alphanumerischen Zeichen zum Ausdruck gebracht werden.
Maß für das Ausfallverhalten von Betrachtungseinheiten, insbesondere von Bauelementen. Sie interessiert im Zusammenhag mit Zuverlässigkeitsbetrachtungen. Als Ausfallrate wird der Bruchteil von Ausfällen je Zeiteinheit, bezogen auf die Gesamtzahl einer betrachteten Menge, bezeichnet.
Betriebsart, in der ein Objekt (Gerät, Maschine, Anlage) nach dem Erteilen eines Startsignals ohne menschlichen Eingriff entsprechend einem vorgegebenen Programm selbsttätig arbeitet.
Anwendung von technischen Mitteln, mit deren Hilfe ohne Einflussnahme des Menschen Arbeitsmittel teilweise oder ganz nach vorgegebenen Programmen bestimmte Operationen durchführen.
B (12 Einträge)
Mehrlagenleiterplatte mit Daten-, Signal- und Versorgungsleitungen sowie Steckplätzen zu Aufnahme von Steckeinheiten an der Rückwand von elektronischen Geräten.
Bahnsteuerungen sind in der Lage, bei Werkzeugmaschinen zwei oder mehr Achsen in funktioneller Abhängigkeit so zu führen, dass die Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück entlang einer programmierten, beliebig geformten ebenen oder räumlichen Kurve mit gleich bleibender Geschwindigkeit verläuft.
Allgemein die Differenz zwischen der größten und kleinsten Frequenz in einem durchgängigen Bereich. Bandbreite eines Gerätes: Breite des Frequenzbandes, innerhalb dessen die gegebene Charakteristik eines Gerätes oder Übertragungskanals, z.B. die Amplituden-Frequenz-Charakteristik nicht mehr als zulässig von gegebenen Referenzwerten abweicht
Maß für die Anzahl der pro Sekunde übertragenen Symbole. Auch als Symbolrate, Symbolgeschwindigkeit oder Schrittgeschwindigkeit bezeichnet.
Vorgang der Leistungsbewertung bzw. das Orientieren an definierten Maßstäben z.B. im Bereich der Computertechnik.
Um den Schrittmotor mit einer Frequenz höher als die Start/ Stoppfrequenz drehen zu lassen, muss er über eine Frequenzrampe beschleunigt werden. Dabei wird die Frequenz zyklisch um den Wert der Beschleuni- gung erhöht. Ist die Beschleunigung zu groß, so kann der Schrittmotor das Massenträgheitsmoment nicht mehr überwinden und verliert Schritte. Der Stoppvorgang erfolgt mit der gleichen Frequenzrampe.
Aus Sicht der Elektrotechnik zählen dazu alle Teile, die der Erzeugung, Behandlung und Anwendung elektrischer Energie dienen (z.B. Leiter; Leitungen, Schalter, Motoren, Generatoren, Beleuchtungseinrichtungen).
Intelligente komplexe Bewegungsführung mehrachsiger Systeme wie Roboter und Werkzeugmaschinen. Moderne Bewegungssteuerungen integrieren Steuerungs- und Antriebsfunktionalität in einem System.
Signal dessen Informationsparameter nur zwei Werte (Low/High bzw. 0/1) annehmen kann.
Anzahl des Bits, die innerhalb eine Zeiteinheit übertragen werden. Maß für die Übertragungsgeschwindigkeit von Binärdaten. Einheit: Bit/s bzw. bps oder Vielfache davon.
Funktechnologie, die die drahtlose Kommunikation innerhalb begrenzter Reichweiten ermöglicht.
E (2 Einträge)
Die Einzelschritt-Zeit ist definiert als Zeitperiode zwischen dem Anlegen des ersten Impulses und dem Zeitpunkt indem die Motorwelle sich um den ersten Schrittwinkel α weiterdreht. Die Einzelschritt-Zeit hängt vom Verhältnis Drehmoment zu Massenträgheitsmoment und dem Typ des Treibers ab.
Als Einschwing-Zeit wird die Zeit bezeichnet, die zwischen dem Eintreffen des letzten Impulses bis zu dem Zeitpunkt vergeht, an dem der Motor nach Abklingen der gedämpften Schwingungen zum Stillstand kommt.
H (1 Eintrag)
L (1 Eintrag)
Wirkt auf den ruhenden Motor eine äußere Kraft, verstellt sich der Rotor um den Lastwinkel (< 2 Vollschritte) bis die nächste Gleichgewichtslage wieder hergestellt ist. Wird beim laufenden Motor aufgrund eines extern einwirkenden Drehmoments der maximal zulässige Last- winkel von < 2 Vollschritten überschritten, fällt der Motor ausser Tritt.
M (1 Eintrag)
N (2 Einträge)
Die Nennspannung besagt, welche Spannung im stationären Fall an den Motor zu legen ist, um den Pha- senstromnennwert zu erreichen. Sie ist bei Konstantstrom-Ansteuerung nicht mit der Betriebsspannung zu verwechseln.
Da das Drehmoment proportional zum Strom ist, ist die Angabe des Nennstromes ist eine wichtige Kenngröße. Ferner begrenzt die Größe des Nennstroms die maximale zulässige elektrische Verlustleistung (P = I2 * R) des Motors.
Um den Effekt des langsamen Stromanstiegs und der hohen Verlustleistung zu reduzieren, werden Schritt-
motoren heute mit geregeltem Strom oder Konstantstromregler bei weit höheren Spannungen betrieben.
Auch die Nanotec Steuerungen SMCxx und IMT90x erreichen durch die bipolare Chopper Ansteuerungen
diese dynamischen Anforderungen bei geringsten Verlusten.
P (1 Eintrag)
Der Strom pro Wicklung bzw. Phase wird durch die max. zulässige Erwärmung bei Drehzahl 0 (Motorstillstand), Konstantspannung und kalten Motor festgelegt.
Es gibt, je nach Ansteuerungsart einen Unterschied zwischen Strom pro Phase und Strom pro Wicklung.
Da unsere 6-und 8-Leiterschrittmotoren unipolar, bipolar seriell und bipolar parallel beschaltet und somit 2 Wicklungen zu einer Phase werden beschaltet werden können, unterscheidet man zwischen Phasenstrom
und Strom pro Wicklung. Gibt es wie bei den o.a. Motoren mehrere Schaltungsmöglichkeiten geben wir
standardmäßig den Strom pro Wicklung an. Siehe auch Motoranschlüsse
R (2 Einträge)
Um den Schrittmotor mit einer Frequenz höher als die Start/ Stoppfrequenz drehen zu lassen, muss er über eine Frequenzrampe beschleunigt werden. Dabei wird die Frequenz zyklisch um den Wert der Beschleuni- gung erhöht. Ist die Beschleunigung zu groß, so kann der Schrittmotor das Massenträgheitsmoment nicht mehr überwinden und verliert Schritte. Der Stoppvorgang erfolgt mit der gleichen Frequenzrampe.
S (5 Einträge)
Die Start/ Stoppfrequenz ist die maximale Frequenz bei der ein Schrittmotor mit der angegebenen Belastung ohne Schrittverluste starten (bzw. in den Synchronlauf übergehen), und wieder stoppen kann. Die maximal mögliche Start/Stopp-Frequenz hängt wesentlich vom externen Trägheitsmoment und der Art, wie die Last am Motor gekoppelt ist, ab.
Der Schrittwinkel ist der Winkel, den die Welle eines Schrittmotors vollzieht, wenn ein Impuls ausgeführt wird. Bei den üblichen 2 Phasen Schrittmotoren mit 50 bzw. 100 Polpaaren beträgt der Schrittwinkel im Voll- schritt 1,8° bzw. 0,9°. Durch eine Mikroschritt-Ansteuerung kann man den Schrittwinkel weiter verkleinern.
Die Schrittwinkelgenauigkeit ist die Differenz zwischen der theoretischen und der wirklichen Rotorposition in Prozent des Schrittwinkels.
Schrittverluste entstehen wenn der Schrittmotor an seinem Betriebsgrenzmomet (Lastspitzen), bzw. mit seiner maximalen Schrittfrequenz betrieben wird, oder aber durch Resonanzen. In seltenen Fällen kann es auch dann zu Schrittverlusten kommen wenn die Eingangspegel nicht 100% aufeinander abgestimmt sind. Wenn z. B. der Optokoppler des Clockeingangs nicht schnell genug schaltet oder die On/Off Zeit des Clocksignals nicht ausreichend lang ist.
Die Geschwindigkeit, mit welcher der Schrittmotor einer äußeren Krafteinwirkung entgegen wirkt, wird mit
Steifigkeit bezeichnet. Bei einem Motor mit p= 50 Polpaaren stellt sich das maximale Drehmoment schon
nach einer viertel Periode, also 360°/50 Polpaare/4 Phasen= 1,8° ein.
Steifigkeit=p*MH*cos(p*LW) gibt die Funktion für die Steifigkeit an.


